Dienstag, 30. Dezember 2008
Freundlichkeit wird sofort belohnt
Ich war gerade bei einem kleinen Supermarkt bei mir um die Ecke. Ich stand an der Kasse und wollte lediglich meinen Leergutbon einlösen. Als ich dann dran war, wollte ich noch sagen, daß ich nur den Bon habe, aber die Kassierin hatte schon den ersten Artikel der Kundin registriert, die hinter mir stand. Sie wollte ansetzen, jemanden zu rufen, der autorisiert ist, eine Stornierung vorzunehmen.
Ich sagte dann, "ach, dann machen Sie die andere Kundin zuerst fertig, das geht schneller". Die andere Kundin hat sich dann artig bei mir bedankt und mir dann auch noch ihren Pfandbon mit 50 cent geschenkt.
Israel gegen die Hamas - mit allen Mitteln und Angela Merkel
Mit dem Töten von hunderten von Menschen auf der einer und natürlich auch der anderen Seite, wird man niemals Frieden schaffen. Aber ich glaube, das werden die Leute dort (auf beiden Seiten) niemals lernen.
Mittwoch, 24. Dezember 2008
nochmal "man spricht deutchs"
Dienstag, 23. Dezember 2008
Sprache "deutsch" ins Grundgesetz?
Heute vom Absender
"Bester Deutsche sexpills"
Wir bieten keine billige Medikamente misstrauisch .....
Wir bieten Ihnen die maximale Qualität der Arzneimittel, die auf der wettbewerbsfähigsten auf dem Online-Kosten .......
Häh? Maschinelle Übersetzung? Grammatik-GAU?
Wenn dann im GG stehen sollte, daß die Sprache hier deutsch ist, darf ich dann solche Mails beanstandet zurückschicken?
Brot? Fehlanzeige.
Vielleicht aus den Verkäufen der Vorjahre gelernt, daß die Leute vorher etwas mehr einkaufen, wenn die Geschäfte wegen Feiertagen geschlossen sind?
Wenn man die Ladenöffnungszeiten berücksichtigt, dann hatte der Penny-Markt schon 7 Stunden vor Schließung kein Brot mehr (1).
(1) Ich rede hier nicht von 15-Ähren-Gesundheits-Vollkornbrot sondern von dem ganz popeligen normalen für 0,79 €.
Freitag, 19. Dezember 2008
LBB-Datenskandal und der Christstollen
Oft ist es ja so, daß sich die abstruseste Version einer Geschichte dann doch als die Wahrheit (welche Wahrheit) herausstellt. Dennoch ein paar Gedanken von mir zu dieser Version.
Wie schon von mir in einem vorhergehenden Posting vermutet, scheint es also wirklich so zu sein, daß bei diesem Kurierdienst Mitarbeiter beschäftigt werden, die sich von ihren kärglichen Lohn noch nicht mal einen Christstollen leisten können und deshalb die ihnen anvertrauten Pakete plündern müssen?
Solchen Leuten vertraut man grundsätzlich derart hochsensible Sendungen an?
Und wie heißt der Kurierdienst noch mal? Nicht, daß ich für geschäftliche Belange mal aus Versehen einen Kurierdienst auswähle, bei denen man noch nicht mal guten Gewissens einen Stollen verschicken kann - von noch wertvolleren Sendungen mal ganz zu schweigen.
Angenommen es war wirklich so, sind diese Mitarbeiter denn so dämlich, daß sie glauben, sie müßten nur den Aufkleber auf ein anderes Paket kleben und die Sache wäre erledigt? Irgendwem fehlt dann im Endeffekt doch in jedem Fall eine Sendung - selbst wenn es nur ein Stollen war.
Was mir an der Sache mit dem Stollen ansonsten noch sehr merkwürdig vorkommt: Wie läuft das bei diesem Kurierdienst? Wenn die Hunger haben, wie haben sie denn herausgefunden, in welchem Paket ein Stollen drin ist? Riechen die an jedem Paket, ob es nach Weihnachstbackwaren riecht? Machen die so lange Pakete auf, bis sie etwas zu essen finden? Also mir als Kunde wäre so ein Kurierdienst ziemlich suspekt. Passiert das regelmäßig?
Nachtrag:
Was ich darüber hinaus noch sehr merkwürdig finde, ist, daß der vertauschte Empfänger dann zufälligerweise ausgerechnet eine große deutsche Tageszeitung ist.
Dienstag, 16. Dezember 2008
Arme in Berlin sollen Ratten fangen
"Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen", sagte der FDP-Chef des Berliner Bezirks Mitte und stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Henner Schmidt, dem "Berliner Kurier".Ja, Klasse Herr Schmidt. Auf was für tolle Ideen Sie kommen ...
Man könnte Arme und Arbeitslose ja auch mit Spitzhacke und Schaufeln rausschicken, um Parkanlagen und ähnliches anzulegen - soweit waren wir auch schon vor circa. hundert Jahren schon. Sie sind leider hundert Jahre zu spät geboren - in die damalige Zeit hätten Ihre Vorschläge prima reingepaßt.
Wie wär's, wenn Sie sich lieber mal ein paar Gedanken darüber machen, warum es überhaupt Arme (die übrigens immer mehr statt weniger werden) gibt und inwiefern die Politik von Ihnen und Ihresgleichen in dieser Hinsicht versagt hat?
Ich könnte jedesmal kotzen, wenn ich im Fernsehen Berichte sehe, wo sich eine Sozialamtsmitarbeiterin darum kümmert, ob das beantragte Geld für neue Küchenstühle ordnungsgemäß verwendet wurde, während uns die alleinerziehende Mutter mit ihrem Baby, zeigt, daß der Kühlschrank so gut wie leer ist.
Oder die Beschreibungen von Leuten, die lieber an ihrem eigenen Essen sparen, damit ihr Hund oder ihre Katze genug zu fressen bekommen.
Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Zahlt jedem Bundesbürger ein Bedingungsloses Grundeinkommen und das Armen-Problem ist gelöst. Das wäre das, was ich unter einem Sozialstaat verstehen würde. Keine Angst, das ist alles finanzierbar, wenn man die Ausgaben nur geeignet umverteilen würde, insbesondere die Milliarden, die das Verwalten von Transferleistungen verschlingt, ohne daß am Ende überhaupt jemand etwas bekommen hat. Das Geld wird heute sowieso schon ausgegeben. Das ganze erfordert halt vor allem etwas Mut von den Verantwortlichen aber genau da sehe ich momentan noch das Problem mit unseren Regierenden vom Schlage eines Herrn Schmidt.
Das ganze hätte, vom Abbauen von Armut noch ganz andere, unter dem Strich, viel weitreichendere, positive Auswirken auf die ganze Gesellschaft. Leute, die sich nicht mit Hungerlohnen über Runden bringen müssen, können sich in anderen Gebiete engagieren, die der Gesellschaft an sich viel mehr bringen. Genaurees dazu kann der geneigte Politiker sicher auch selbst recherchieren.
Ach ja: ich würde ja gerne eine Aktion veranstalten, wo ein paar Leute mal bei den zuständigen Stellen vorsprechen und sich erkundigen, wie das denn wäre, wenn man jetzt Ratten jagen soll? Ob da eine Ausrüstung gestellt wird und wo man die toten Ratten dann zur Abrechnung abliefern soll, usw. Das Ergebnis wir dann hier im Blog veröffentlicht werden.
Samstag, 13. Dezember 2008
LBB beschuldigt Kurierdienst
Mal angenommen, es ist wirklich so, wie behauptet. Sollte sich die LBB vielleicht mal etwas mehr Gedanken über ihre Sicherheitskonzept machen?
Man verschickt derart sensible Daten einfach mit einem externen Kurierdienst, bei dem womöglich noch Mitarbeiter beschäftigt sind, die vielleicht 5 € die Stunde verdienen und die für solche Aktionen vielleicht anfälliger sind, als jemand, der 6000 € pro Monat bekommt?
Was heißt, die Daten könnten nicht für Straftaten verwendet werden? Es mag vielleicht nicht möglich sein, Kopien der Karten herzustellen oder mit diesen Daten Geld vom Automaten abzuheben. Aber was ist denn, wenn damit jemand online oder am Telefon einfach einkauft? Meines Wissens genügt es in diesen Fällen Name, Kartennummer, Ablaufdatum und eventuell noch die Geheimzahl zu wissen. Voila, und man kann damit beliebig einkaufen. Positiv ist hier nur, daß Kreditkarteninhaber nur bis zu einem maximalen Betrag für mißbräuchliche Verwendung haften - im Gegensatz zu EC-Karten wo der Kunde in der Regel in voller Höhe für die Umsätze haftet.
Siehe auch: Damit können Konten leergeräumt werden
Freitag, 12. Dezember 2008
Griechenland - Ein echtes Erlebnis
Dies wurde gestern bei Flicker.com eingeblendet. Nun ja, wie soll man sagen? In gewisser Weise ist das schon richtig ...
Verbraucher-Täuschung auch bei Penny-Markt
Nach LIDL scheint jetzt auch Penny-Markt dazu überzugehen, den Verbraucher zu täuschen - manche würde sagen "betrügen":
Preissenkungen bei einzelnen Artikeln werden extra per Aushang am Geschäft angekündigt oder per "Billiger"-Aufstecker beim Preis der Ware am Regal.
Bei Preiserhöhungen wird anders vorgegangen. Man läßt den Preis am Regal gleich, im internen Kassensystem wird der Preis jedoch erhöht, so daß sich der Kunde an der Kasse wundert, warum das plötzlich doch mehr kostet, als am Regal angegeben - falls er es überhaupt bemerkt.
Ich habe selbst schon mal ein großes Warenwirtschaftssystem (mit-) programmiert und weiß, daß eine Filiale auch automatisch neue Preisetiketten fürs Regal geliefert bekommt, falls sich bei Artikeln der Preis ändert. In der Filiale müssen dann lediglich die Etiketten am Regal ausgetauscht werden. Aus irgendeinem Grund scheinen die Etiketten mit den höheren Preisen nicht den Weg ans Regal zu finden.
Ich überprüfe natürlich nicht das gesamte Sortiment von Penny, aber mir ist dieses Vorgehen bei zwei Artikeln aufgefallen, die ich öfter kaufe:
- Pasta-Saucen im Glas: Diese kosten seit mehr einem Monat schon 0,79 €, am Regal hängt aber munter immer noch ein Preis von 0,75 €
- Fischstäbchen: Am Regal ein Preis von 1,39 €, in Wirklichkeit kosten sie jetzt aber 1,55 €
Jetzt würde mich interessieren, ob andere Leute in anderen Penny-Märkten ähnliche Erfahrungen gemacht haben, oder ob man nur im Penny-Markt in der Prinzenallee in Berlin so arbeitet?
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Zigaretten
Klar kann es mal vorkommen, daß irgendjemandem mal ein ganz frisches Päckcken aus der Jacke rausrutscht oder an der Bushaltestelle vergessen wird.
Aber nein, man findet auch in Papierkörben immer wieder Zigarettenschachteln, die überhaupt noch nicht leer sind. Ich bin jetzt beileibe niemand, der jede alte Zigarettenschachtel in Papierkörben untersucht, aber manchmal hat man den Eindruck, daß die eine oder andere Schachtel noch nicht leer ist. Und so habe ich erst vor ca. 2 Wochen sogar 2 noch halbvolle Schachteln in einem Papierkorb entdeckt - in einer Schachtel war sogar noch ein Feuerzeug drin. Und heute schon wieder eine Schachtel mit noch ein paar Zigaretten drin.
Warum machen die Leute das? Sind die zu blöd dazu, nachzuschauen, ob die Schachtel auch wirklich leer ist? Haben die so viel Geld, daß sie eine Schachtel nur halb aufrauchen? Wollen die sich gerade das Rauchen abgewöhnen? Wollen sie für die Armen noch ein paar Zigaretten übrig lassen?
Samstag, 6. Dezember 2008
Sarrazin und Hartz-IV-Empfänger
(Referenz: Berliner Zeitung, 2008-11-20, S. 19)
Herr Sarrazin (SPD) meint zur Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes zur Ankurbelung der Konjunktur: ‘Das ist kein Konjunkturprogramm. Erstens betrifft es nur eine kleine Kundengruppe. Und zweitens, wofür geben die das Geld aus? Für Flachbildschirme, Videorekorder, MP3-Player. es geht alles nach Fernost. Es geht alles nach Südchina. Und nichts bleibt hier.”
Eigentlich sollte man ja lauthals empört sein über derartige Aussagen. Das ist wirklich ein Schlag ins Gesicht jedes einzelnen Hartz-IV-Empfängers. Aber Sie besorgen es ja schon selber, sich als Politiker lächerlich zu machen.
Erstens: Herr Sarrazin, wenn es nur eine kleine Kundengruppe betrifft, was spricht dann dagegen, wenn wenigstens diese die einheimische Konjunktur etwas ankurbelt? Kostet dann ja auch nicht die Welt.
Zweitens: Wer sind die? Sie wissen also genau, wofür jeder einzelne Hartz-IV-Empfänger sein Geld ausgibt? Oder wollten Sie damit nur das Wort Sozialschmarotzer vermeiden, was in Ihren Augen wohl jeder Hartz-IV-Empfänger ist?
Drittens: Selbst wenn sich Hartz-IV-Empfänger die von Ihnen genannten Geräte kaufen sollte – wo soll das Problem sein? Falls sich jemand von seinem kärglichen Hartz-IV-Geld einen Flachbildschirm Monat für Monat zusammenspart und dafür vielleicht beim Essen spart, ist das nicht allein seine Sache? Auch wenn es Ihnen vielleicht nicht in den Kram paßt – Hartz-IV-Bezüge sind per Gesetz nicht zweckgebunden. Ich weiß ja nicht, ob Sie sich vielleicht vorstellen, daß jeder Hartz-IV-Empfänger am Monatsende Quittungen vorlegen soll, wie und ob er das erhaltene Geld auch ‘sinnvoll’ verwendet hat …
Mit der gleichen Begründung könnte man dann ja auch gegen die Erhöhung von Bezügen für Politiker sein: Die kaufen sich davon ja sowieso nur italienische Sportwagen oder eine Eigentumswohnung für die Geliebte.
Viertens: Das mit der Konjunktur scheinen Sie noch nicht so ganz verstanden zu haben. Selbst wenn viele der Geräte zwar in Fernost hergestellt werden (was übrigens nicht die Schuld der Hartz-IV-Empfänger ist), wird Ihnen vielleicht schon mal aufgefallen sein, daß beispielsweise im Verkauf der o. g. Geräte in Elektronikmärkten vergleichsweise doch wenig Chinesen arbeiten, sondern daß überwiegend inländische Arbeitsplätze involviert sind. Sie möchten also, daß nur in Deutschland hergestellte Produkte gekauft werden sollten? Viel Vergnügen, beim Suchen! Könnten Sie da vielleicht mal ein paar Hinweise geben, was man für die typischen Konsumprodukte nehmen sollte? Ich meine, beispielsweise 99 % der Bekleidung, die man bei H&M oder C&A bekommt, fallen da wahrscheinlich schon mal weg. Oder meinten Sie, die Hartz-IV-Empfänger sollten sich vielleicht mehr hin zu Lagerfeld und Porsche orientieren? Kein Problem, dann müssen Sie aber noch ein bißchen ‘was drauflegen.
Fünftens: Und Sie sind wirklich Finanzsenator geworden? Kaum zu glauben. Ich selbst bin zwar nur Wirtschaftsinformatiker und habe nicht VWL studiert, aber ich habe den Verdacht, daß Ihre wirtschaftspolitischen Ansichten einen ziemlich engen Horizont besitzen.
Mein Vorschlag an die Politiker: Führt endlich das bedingungslose Grundeinkommen für alle ein! Am besten gefiel mir hier das Modell des Gründer der dm-Märkte (? Werner), mit Wegfall der meisten Steuern und Subventionen und dafür hauptsächlich Verbrauchssteuern. Das hätte zugleich auch den Vorteil, daß es im Hinblick auf schädliche Effekte auf das Klima positive Steuerungseffekte hat (wer beispielsweise wenig Autotreibstoff verbraucht und nur mit dem Fahrrad fährt, spart mehr, usw.). Zugleich könnten dann damit sogar Leute, die heutzutage auf Hartz-IV-Zahlungen angewiesen sind, einen nützlichen Beitrag zur Konjunkturbelebung leisten. Aber mit popeligen 351,- Euro, kann man natürlich nicht viel beitragen.

