Freitag, 19. Dezember 2008

LBB-Datenskandal und der Christstollen

Soso, einfach nur eine Verwechslung aufgrund eines Stollens?

Oft ist es ja so, daß sich die abstruseste Version einer Geschichte dann doch als die Wahrheit (welche Wahrheit) herausstellt. Dennoch ein paar Gedanken von mir zu dieser Version.

Wie schon von mir in einem vorhergehenden Posting vermutet, scheint es also wirklich so zu sein, daß bei diesem Kurierdienst Mitarbeiter beschäftigt werden, die sich von ihren kärglichen Lohn noch nicht mal einen Christstollen leisten können und deshalb die ihnen anvertrauten Pakete plündern müssen?
Solchen Leuten vertraut man grundsätzlich derart hochsensible Sendungen an?

Und wie heißt der Kurierdienst noch mal? Nicht, daß ich für geschäftliche Belange mal aus Versehen einen Kurierdienst auswähle, bei denen man noch nicht mal guten Gewissens einen Stollen verschicken kann - von noch wertvolleren Sendungen mal ganz zu schweigen.

Angenommen es war wirklich so, sind diese Mitarbeiter denn so dämlich, daß sie glauben, sie müßten nur den Aufkleber auf ein anderes Paket kleben und die Sache wäre erledigt? Irgendwem fehlt dann im Endeffekt doch in jedem Fall eine Sendung - selbst wenn es nur ein Stollen war.

Was mir an der Sache mit dem Stollen ansonsten noch sehr merkwürdig vorkommt: Wie läuft das bei diesem Kurierdienst? Wenn die Hunger haben, wie haben sie denn herausgefunden, in welchem Paket ein Stollen drin ist? Riechen die an jedem Paket, ob es nach Weihnachstbackwaren riecht? Machen die so lange Pakete auf, bis sie etwas zu essen finden? Also mir als Kunde wäre so ein Kurierdienst ziemlich suspekt. Passiert das regelmäßig?

Nachtrag:

Was ich darüber hinaus noch sehr merkwürdig finde, ist, daß der vertauschte Empfänger dann zufälligerweise ausgerechnet eine große deutsche Tageszeitung ist.

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